Unglaublich...

… aber tatsächlich wurde mein Rucksack gefunden! Dazu noch mit meiner guten Kamera drin – die Chancen überhaupt was wiederzusehen habe ich gegen 0 eingestuft ;-) Zwar fehlen immer noch ein paar Sachen wie Handy, Ipod sowie meine goPro oder Lukas Kamera. Die Hoffnung auch den Rest wiederzufinden ist zumindest etwas, die Stimmung riesig gestiegen. Was sich der Dieb wohl gedacht haben muss – keine Ahnung. Am Dienstag geht es immerhin zum 6. Mal (wirklich kein schlechter Schnitt für knapp 3 Wochen) ins „police office“. Die Fotos von unserem Trip nach Lusaka sind ebenfalls wieder da.

Vergangenen Dienstag waren Nina, Nina und ich in Simonga und haben uns unsere Einsatzstelle, die Simonga Primary School angeschaut. Sehr interessant und zugleich beeindruckend ist das Dorf, in dem Rund 3000 Menschen in erster Linie unter einfachsten Verhältnissen in Lehmhütten mit Strohdächern, meist ohne Strom und fließend Wasser leben. Die gemauerten Schulgebäude sind da schon eher die Ausnahme, wie allerdings 400 Schüler dort hinein passen sollen, werde ich wohl erst morgen erfahren. Auch ein eigener Sport- oder besser Sandplatz mit, wer hätte das gedacht, zwei Fußballtoren ausgestattet, ist vorhanden, die Neigung aber vielleicht ein kleines bisschen zu groß :-D

Mit Trevor unternahmen wir noch zwei Ausflüge in der Gegend um Livingstone, Montag beispielsweise zum Maramba River oder Samstag zu zwei Aussichtspunkten oberhalb der Zambezi Gorge, der beeindruckenden Schlucht flussabwärts der Viktoriafälle, in die sich der Fluss über die Zeit hineingegraben hat. Um die Straßenbeschaffenheit des gestrigen Ausflugs mal zu beschreiben: mit dem Fahrrad hätte man dort nicht her fahren können!

Übrigens: Mittlerweile müssen wir 8 Stunden jeden Tag ohne Strom auskommen. Dass Wasserkraft die Hauptstromquelle in einem Land wie Sambia, in dem wir gestern unsere erste Wolke seit unserer Ankunft zu Gesicht bekamen, ist schon skurril. In Solarenergie wäre meiner Meinung nach deutlich besser investiert. Dennoch wird man in den nächsten Jahren wohl den nächsten und damit dritten großen Staudamm am Sambesi bauen, auf Kosten der einzigartigen Schluchtenlandschaft unterhalb der Fälle.

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