Statusbericht November ;)

 

Nach einer längeren lyrischen Regenarationspause gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Und, so seltsam es auch klingen mag, jede Menge ist mal wieder passiert in dieser Zeit ;) Aufgrund der immensen Fülle an neuen Eindrücken und Erfahrungen, werde ich hier nur die interessantesten wiedergeben.

 

Independence Day:

Seit Sambia am 24. Oktober 1964 von Großbritannien unabhängig wurde, wird dieser Tag jedes Jahr aufs Neue als Nationalfeiertag gebührend gefeiert. Die Stadt war an diesem Tag ganz im Zeichen des Independence Days in den Nationalfarben schwarz, rot, grün und orange dekoriert. Partys mit viel Gesang und traditionellen Tänzen gab es an jeder Straßenecke. Sambia ist eben doch ein sehr stolzes Volk. Das Programm des Tages für Nina und mich: Auswärtsspiel des Fußball- und Netballteams der Simongaschule gegen eine Nachbarschule in Mandia, einem noch ländlicheren Dorf als Simonga. Ok, Nachbarschule ist vielleicht etwas übertrieben, immerhin ging es mit knapp 40 Schülern auf der Ladefläche eines Transporters gute 30km über Straße und Schotterpiste, ehe wir in Mandia ankamen. Dass wir afrikanisch pünktlich mit 2 Stunden Verspätung anfangen konnten, tat der Stimmung nichts ab, ebenso wie die Niederlagen beider Simongateams. Vielleicht muss ich da als Coach doch nochmal etwas intensiver trainieren.

Ein insgesamt sehr gelungener Tag, der abends noch Überraschung parat hatte. Von einem Freund, der bei einer Radiostation in Livingstone arbeitet, wurde ich spontan dorthin eingeladen und durfte live bei Zambezi fm über die Erlebnisse des Tages berichten.

 

Ausflug zu Rapid 7:

Ein neuer Lieblingsspot hat sich bei uns etabliert. Fernab von allen touristischen Massen (wenn auch nur eine Stunde zu Fuß von den Fällen entfernt) liegt Rapid 7, die 7. Stromschnelle von den Fällen aus unten in der Sambesischlucht. Der Weg dort runter ist zwar nicht sehr einfach, aber definitiv abenteuerlich. Entlang eines ausgetrockneten Flussbettes auf dem letzten Abschnitt erreicht man schließlich den weiten steinigen Uferbereich bei Rapid 7, der bei hohem Wasserstand überwiegend überschwemmt ist. Zur Zeit kann man allerdings die zahlreichen Pools dort super zum Schwimmen nutzen oder sich auf den kleinen Stränden ausruhen.

 

Freedom Camp:

Bei Rapid 21, ebenfalls in der Schlucht gelegen, befindet sich das Freedom-Camp. Dort haben wir mit zahlreichen Freunden eine Nacht vom 21. auf den 22. November verbracht. Unglaublich, was die Erbauer hier auf die Beine gestellt haben, insbesondere wenn man bedenkt, dass jedes Material hier mühselig 200 Höhenmeter herunter getragen werden muss. Ebenfalls ein sehr beeindruckender Spot an den Ufern des „allmächtigen“ Flusses.

 

Gamedrives im Mosi-oa-Tunya-Nationalpark:

 

Der Mosi-oa-Tunya-Naionalpark ist der zweitkleinste Nationalpark Sambias. Mosi-oa-Tunya ist der lokale Name für die Viktoriafälle und bedeutet so viel wie „der Rauch der donnert“, bezogen auf den Sprühnebel der Fälle. Aufgrund seiner geringen Größe, gibt es dort eine Fülle an Tieren, abgesehen von Wildkatzen, kommen dort nahezu alle großen Wildtiere vor. Was natürlich auch dem Tourismus der Region geschuldet ist – je mehr Tiere, desto attraktiver der Park. Ein Gamedrive, also die Fahrt mit einem Auto durch den Park ist dadurch zwar sehr interessant, allerdings hat man nicht wirklich das Gefühl, wilde Tiere zu beobachten, auch wenn dies tatsächlich der Fall ist. Insgesamt war ich zweimal in der Lower Section des Parks, dem Teil, der direkt am Sambesi liegt. Für Fotos klickt euch einfach durch die Galerie durch.

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