Sambia

 

Sambia ist ein Binnenstaat im zentralen Süden Afrikas und ist mit einer Fläche von 752614 km² mehr als doppelt so groß wie Deutschland, besitzt mit insgesamt 13,46 Mio. Einwohnern jedoch eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte. Die Bevölkerung Sambias besteht überwiegend aus bantusprachigen ethnischen Gruppen.

Sambia wurde am 24. Oktober 1964 als ehemalige britische Kolonie von England unabhängig und ist seitdem Mitglied im Commonwealth of Nations.

Heute ist Sambia als Entwicklungsland (Human Development Index 2014: Platz 141 von 180) von zahlreichen sozialen und ökonomischen Problemen geprägt. Noch immer leben etwa 60% der Bevölkerung in Armut, wovon besonders die ländliche Bevölkerung betroffen ist.

Auch der Sport in Sambia leidet unter der Unterentwicklung, da Gelder zur Finanzierung des Sports fehlen. Sportlehrer und andere Mittel zur Durchführung von organisiertem Sport sind somit Mangelware. Dabei sind viele sambische Kinder talentiert und würden sehr gerne eine Sportart erlernen.

Ein besonderes Kapitel des sambischen Sports schrieb das Fußball-Nationalteam 2012 mit dem erstmaligen Gewinn des Afrika-Cups. Dabei basierte der Triumph auf einer Tragödie, die sich im Jahre 1993 ereignete: Bei einem Flugzeugabsturz in Gabun 1993 starben 18 Spieler, der Nationaltrainer und mehrere Verbandsfunktionäre. 19 Jahre später bezwangen die „Chipolopolo“ (die „Gewährkugeln“) im Afrika-Cup-Finale in Libreville unweit der Absturzstelle die Elfenbeinküste mit 8:7 im Elfmeterschießen und sicherte Sambia so den größten sportlichen Erfolg seiner Geschichte.



Livingstone

 

Livingstone liegt im Süden des Landes, unmittelbar an der Grenze zu Simbabwe. Auch Sambias Nachbarländer Botswana, Namibia und Angola sind nicht weit entfernt. Livingstone ist Hauptstadt der Südprovinz Sambias. Die weltberühmten Viktoria-Fälle, die 1855 David Livingstone – nach ihm wurde die Stadt benannt – als erstem Europäer zu Gesicht gekommen sind, liegen direkt in der Nähe der Stadt. Mit einer Höhe von 110m und einer Breite von über 1700m gehören die Fälle zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen weltweit.

Livingstone hat über 100.000 Einwohner und ist aufgrund der Viktoria-Fälle touristisch stark erschlossen.

Insgesamt werde ich mit drei anderen Freiwilligen, Sophie, Lukas und mit meiner Projektpartnerin Nina in Livingstone wohnen.

Namensgeber der Stadt: David Livingstone
Namensgeber der Stadt: David Livingstone
Hauptstraße in Livingstone
Hauptstraße in Livingstone
Die weltberühmten Viktoriafälle. Hinten links erkennt man Livingstone.
Die weltberühmten Viktoriafälle. Hinten links erkennt man Livingstone.


Simonga

 

Simonga ist ein kleines typisch sambisches Dorf etwa 15km außerhalb von Livingstone in der Nähe des Sambesi. An der Schule in Simonga, der Simonga Primary School, werden Nina und ich eingesetzt. In Simonga leben um die 3000 Menschen. Der Kontrast zu Livingstone ist, trotz der Nähe, sehr groß. Die Lebensbedingungen sind sehr einfach und ländlich, beispielsweise gibt es hier keinen Strom, als Unterkünfte dienen häufig mit Stroh bedachte Lehmhütten. Tourismus existiert nur in geringem Maße. Ich persönlich freue mich sehr darauf, diese Seite der sambischen Lebensweise kennen zu lernen.